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Klaus-Günter Schultz · musikalische Beruf(ung)

Sixty Beats / Feel Free (Oldies, Rock, Schlager, NDW, 2000 - 2012)

Sixty Beats FeelFree

Sofort nach dem Aus von Tennessee Steamboat stieß ich im Oktober 2000 auf die Sixty Beats in Berlin. Die sechziger Jahre waren eh mein Ding, und vier Wochen später hatten wir den ersten Auftritt. Thomas Meyer (voc, git) hatte die Band 1993 gegründet, Dieter Didi Abendroth (voc, dr) war damals auch dabei gewesen, und später stieß Roland Henning (voc, keys, git) dazu – eine eingespielte Truppe. Unser Credo war (und blieb immer) der Verzicht auf Midi-Files und Drumcomputer, unsere Musik war handmade pure.

Polaroid-Schnappschuß der Sixty Beats (Foto: unbekannt)

Die Kluft der Sixty Beats war anfangs s/w mit Lederschlips, wie neben steher Polaroid-Schnappschuss zeigt; nur Didi trug statt Krawatte ein Stirntuch. 2003 zog ich von Berlin in den Großraum Osnabrück zu meiner späteren Frau, was die Anfahrt zu den Proben und Auftritten ganz schön in Zeit und Geld gehen ließ. In den ersten Jahren hatte die Band massig zu tun; wir absolvierten manchmal drei Auftritte an einem Tag, z. B. an Tagen der Arbeit. Das Einzugsgebiet ging von Hamburg bis Görlitz, von Rügen bis Bielefeld. Selbst in GMH und Hagen a.T.W. waren wir öfters; das waren dann Heimspiele für mich.

unterwegs in Niedersachsen 2005 (Foto: unbekannt)

Irgendwann wollte das Publikum auch neuere Musik von uns hören, vorrangig aus der Neuen Deutschen Welle. Zunächst zierten wir uns, gaben dann aber schließlich nach und schufen 2005 eine zweite Schiene mit dem Namen Feel Free und neuem Corporate Design (hier ein Fan-Foto nahe Celle; nein, nicht unser Auto). Ab 2007 gab es eine dritte Schiene namens Charly Brown Band, die vor allem auf Bauernmärkten und Spargelhöfen zum Einsatz kam. Hier glänzten wir mit Schlagern der 50er und 60er Jahre. Zudem hatten wir Spezialprogramme für diverse Duo- und Trio-Besetzungen.

Zwecks Bereicherung unseres Programms beschlossen wir die Zusammenarbeit mit Gastsängerinnen. Den Anfang machte die aus den 60ern bekannte Blues-Röhre Christiane Ufholz. Bereits 2004 sorgte die Formation unter dem Namen The Sixty Beats feat. Christiane Ufholz mit einem Janis Joplin-Programm beim 35. Jahrestag des Woodstock-Festivals in Dahlwitz-Hoppegarten für Furore.

2009 mit Christiane Ufholz beim treuesten Publikum in <q>The Ranch</q> / Plauen (Foto: Helmut Möckel)

2009 mit Christiane Ufholz beim treuesten Publikum in The Ranch / Plauen

Dann traten wir mit Andrea aka. Gudrun, Eva Kyselka † sowie Ramona Lukas auf. Jede von ihnen hatte ihre eigenen Schwerpunkte – die eine rockig, jene poppig. So wurde unser Programm immer umfangreicher, selbst mit Stücken, die wir früher nie gespielt hätten. Mit Eva hatten wir sogar eine Rosenstolz-Coverband erörtert. – Den Namen Charly Brown Band hatten wir nicht lange inne, denn die drei Schienen wurden uns bald zuviel. Irgendwann nannten wir uns dann auf unserer Homepage Sixty Beats / Feel Free. Ins Repertoire nahmen wir zunehmend aktuelle Stücke auf.

beim Blütenfest in Werder/Havel 2001 (Foto: Angelika Meyer)

Blütenfest in Werder / Havel 2001

2009 schlug ich vor, daheim eine CD auf dem Computer zu produzieren. Jeder sollte von mir per Skype einen Mix bekommen, zu dem er dann einen neuen Track einspielt bzw. einsingt. Kann ja gar nicht funktionieren war zunächst der Tenor. Mittels Samplitude SE, einigen freien VST-Plugins und einem externen Soundmodul machte ich ein paar Tests (Garden Party von Ricky Nelson). Da hieß es dann Geht das etwa doch? Nun ging's los, zunächst mit dem Einspielen der Drums im Übungsraum.

Zu Hause fügte ich den Bass und einige Hilfsspuren hinzu, schickte passende Tracks zu den anderen, und die schickten mir dann ihre Einspielungen aus Qubase bzw. Samplitude zurück, welche ich einpasste und klanglich optimierte. Es dauerte einige Monate, dann waren die 15 Stücke tatsächlich fertig. Mit echten Studio-Aufnahmen konnten sie nicht konkurrieren, aber sie waren (und sind) trotzdem hörenswert. Wer Pröbchen davon haben möchte (sind in der Setliste mit FLAC gekennzeichnet), kann mir schreiben.

Special Olympics Deutschland 2006 in der Max-Schmeling-Halle Berlin (Handy-Foto: Udo Busche)

Special Olympics Deutschland 2006 in der Max-Schmeling-Halle Berlin

Zweimal hatten wir die längste Anreise zum Spielort: Zur Betreuung der KFOR-Truppen war Feel Free 2009 und 2010 – einmal davon mit Eva – im Kosovo gebucht. Wir fuhren zunächst mit unserem Tour-Bus zu einem Bundeswehr-Flugplatz nach Bayern, und von da aus ging es weiter mit einer Transall (und Earsafe in den Ohren) nach Pristina.

In den Oasen (so der Name der Kasinos) der Feldlager Prizren und Airfield sowie im Headquarter Film-City Pristina (hier waren auch viele Gäste anderer NATO-Länder dabei) gab es kein Halten für die Soldatinnen und Soldaten. Während der Konzerte feierte unsere CD Premiere; sie stieß auf reges Interesse und musste für die Fans oft signiert werden. Bei einigen Rundreisen im Land und Stadtführungen in Prizren lernten wir das Land etwas kennen.

mit Fünfsaiter und Diddley Bow 2011 in Ferch (Foto: Thomas Meyer)

mit Fünfsaiter und Diddley Bow 2011 in Ferch

Mit der Zeit wurden die Auftritts-Umstände für uns immer ungemütlicher: Das Publikum wandte sich von der Live-Musik mehr und mehr ab und grölte lieber zur Ballermann-Konserve, die uns in den Spielpausen regelmäßig die Ohren zerfetzte. Manche Zeitgenossen konnten mit unserer handgemachten Musik nichts anfangen. Einmal fragte uns einer, wieso wir eigentlich richtig spielten. Es wäre doch einfacher, wenn wir nur so mimten und die Playbacks von der Festplatte laufen ließen... Wir wurden zunehmend für Firmenfeiern oder Privatfeste gebucht, was auch höhere Gagen bedeutete als bei den Clubs. Die Randbedingungen waren auch besser, was die Zugangswege zur Bühne und das Catering anbelangte.

<q>Lange Nacht</q> 2004 im Europa Center, Berlin (Foto: Ronald Schulze)

Lange Nacht 2004 im Europa Center / Berlin

Im November 2011 stieß eine neue Sängerin zu uns: Yvonne Marrold hatte eine Stimme, mit der Rolling in the deep von Adele (das Stück hatte uns meine Frau vorgeschlagen) glaubwürdig 'rüber kam. Auch weitere Wunschmusiken wie etwa Respect von Aretha Franklin schienen nun machbar. Ein Jahr später hatten wir zusammen einen Gig beim Sportlerball Hohenneuendorf. Das Publikum ignorierte uns komplett und feierte in der ersten Spielpause zur Disco-Konserve ab. Der Veranstalter forderte uns zeitgleich auf, unsere Anlage abzubauen und das Weite zu suchen.

als Gastmusiker bei der alten Band in Heinersdorf 2013 (Foto: unbekannt)

2013 als Gastmusiker bei der alten Band in Heinersdorf / Berlin

Vier Wochen darauf waren wir als Act bei einer Firmenfeier in Oranienburg gebucht. Der Veranstalter hatte sich mehrere Titel von Adele gewünscht; also legten wir noch vier weitere Adele-Stücke nach. Der Abend war ein Fiasko – keiner der Gäste interessierte sich dafür. Roland und ich waren nun ein für alle Mal bedient, und so beschlossen wir Ende 2012, die Band zu verlassen.

Fotobox-Spaß bei einer Hochzeit 2014 (rechts ein Stückchen der Braut)

Fotobox-Spaß bei einer Hochzeit 2014 (rechts ein Stück Braut)

Da die Band jedoch einige treue Stamm-Fans aus alten Zeiten hatte, waren wir beide noch bis 2015 öfters für besondere Privatfeste mit dabei. – Die Sixty Beats gibt es auch heute noch mit Thomas als Bandleader.

Die längste Set-Liste der Welt? Fast 170 Titel stehen hier in unserem Live-Programm aus 13 Jahren, einige fehlen sicher. Stücke mit weiblichen Solostimmen erscheinen in blau, Musik der Feel Free-Ära in gelb und Charly Brown-Schlager in grün:

36 Grad (2Raumwohnung)

All or nothing (Small Faces)

All right now (Free) FLAC 1:16

Amsterdam (Cora)

A night like this (Caro Emerald)

Apache (Shadows)

A whiter shade of pale (Procol Harum)

Baby come back (Equals)

Bad moon rising (CCR)

Plakat zum 10jährigen im <q>Peter Edel</q> in Berlin Weißensee (Entwurf: Amira Meyer)

Plakat zum 10jährigen im Peter Edel in Berlin Weißensee

Balla balla (Rainbows)

Be bop a-lula (Gene Vincent)

Be my guest (Fats Domino)

Black velvet (Alannah Myles)

Blueberry hill (Fats Domino) FLAC 1:10

Blue suede shoes (Carl Perkins)

Bohnen in die Ohr'n (Gus Backus)

Born to be wild (Steppenwolf)

Bye bye love (Simon & Garfunkel)

Charlie Brown (Hans Blum)

City of New Orleans (Arlo Guthrie)

Crossroads(Cream)

Da da da (Trio)

Dandy (Kinks)

Das hab' ich in Paris gelernt (Chris Howland)

Dead flowers (Rolling Stones)

Death of a clown (Kinks)

Die Gefühle haben Schweigepflicht (Andrea Berg)

Die Gitarre und das Meer (Freddy Quinn)

Die Liebesmedizin (Mama Betty's Band)

Don't you forget about me (Simple Minds)

Don't you remember (Adele)

Down down (Status Quo)

Du hast mich 1000 mal belogen (Andrea Berg)

Engel 07 (Hubert Kah)

Es war keine so wunderbar wie du (Cliff Richard)

Every breath you take (Police)

Fred vom Jupiter (Andreas Dorau)

Für Gaby tu ich alles (Gerd Böttcher)

Gimme some lovin’ (Spencer Davis Group)

Goldener Reiter (Joachim Witt)

Green river (CCR)

Halfbreed (Cher)

Half moon (Janis Joplin)

Hang on Sloopy (McCoys)

Haus am See (Peter Fox)

Heart of gold (Neil Young)

Hello Josephine (Fats Domino)

Hello, Mary Lou (René Kollo)

Hippy shake (Swinging Bluejeans)

Hold tight (Dave Dee, Dozy, Beaky, Mick & Tich)

Hotel zur Einsamkeit (Peter Kraus)

Hello Josephine (Fats Domino)

Hound dog (Elvis Presley)

Hurricane (Bob Dylan)

Hurt so good (John C. Mellenkamp)

Ich bin ich (Wir sind wir) (Rosenstolz)

Freigang mit Eva Kyselka in Göhren/Rügen 2009 (Foto: unbekannt)

Freigang mit Eva Kyselka in Göhren / Rügen 2009

Ich geh' in Flammen auf (Rosenstolz)

Ich sag nicht ja (Silly)

Ich will Spaß (Markus)

I feel good (James Brown)

I'll be waiting (Adele)

I'm a believer (Monkees)

I'm ready (Fats Domino)

I'm so exited (Pointer Sisters)

Irgendwas bleibt (Silbermond)

I saw her standing there (Beatles)

Itchycoo Park (Small Faces)

It's my life (Animals)

Jambalaya (Fats Domino)

Jive talkin' (Bee Gees)

Johnny B. Goode (Chuck Berry)

Jugendliebe (Ute Freudenberg)

Jumping jack flash (Rolling Stones) FLAC 1:11

Keep on running (Spencer Davis Group)

Kling klang (Keimzeit) FLAC 1:18

König von Deutschland (Rio Reiser)

Konjunktur Cha-Cha (Hazy Osterwald Sextett)

Kosmetik (Joachim Witt)

Lange hab'n wir uns nicht mehr geseh'n (Peter Kraus)

Let's have a party (Wanda Jackson)

Little red rooster (Rolling Stones)

Lodi (CCR)

Love potion no. nine (Searchers)

Major Tom (Peter Schilling) FLAC 1:14

Marina (Will Brandes)

Me and Bobby McGee (Janis Joplin)

Memphis Tennessee (Bernd Spier)

Memphis Tennessee (Pat Boone)

Mercy (Duffy)

Mein Ding (Udo Lindenberg) FLAC 1:15

Message in a bottle (Police) FLAC 1:13

Mit 66 Jahren (Udo Jürgens)

Mr. Tambourine man (Bob Dylan)

Me and Bobby McGee (Janis Joplin)

Move over (Janis Joplin)

My life is a boogie (Inga Rumpf)

Nights in white satin (Moody Blues)

No particular place to go (Chuck Berry)

Norwegian wood (Beatles)

Nutbush city limits (Tina Turner)

Ohne Krimi geht die Mimi nie in's Bett (Bill Ramsey)

One after 909 (Beatles)

Overkill (Men at Work)

Peace pipe (Shadows)

Perfect love (Trisha Yearwood)

Piece of my heart (Janis Joplin)

Please Mr. Postman (Beatles)

Please please please (Sasha) FLAC 1:13

Poor boy (Lords)

Pretty Flamingo (Manfred Mann)

Proud Mary (CCR)

River deep, mountain high (Annie Lennox)

Rolling in the deep (Adele)

Rote Lippen soll man küssen (Cliff Richard)

Route 66 (Rolling Stones)

Ruby tuesday (Rolling Stones)

Satellite (Lena Meyer-Landrut)

mit Ramona Lukas 2010 in Berlin Lichtenberg (Foto: unbekannt)

mit Ramona Lukas 2010 in Berlin Lichtenberg

Satisfaction (Rolling Stones)

Set fire to the rain (Adele)

Sha la la la lee (Small Faces)

Shirley (Shakin' Stevens)

Simply irresistible (Robert Palmer)

Skandal im Sperrbezirk (Spider Murphy Gang)

Sleep walk (Santo & Johnny)

Smoke on the water (Deep Purple)

Smooth (Santana)

Someone like you (Adele)

Son of a preacher man (Dusty Springfield)

Sorry Suzanne (Hollies)

Spicks and specks (Bee Gees)

Stand by me (Ben E. King)

Summer of 69 (Bryan Adams)

Sunny afternoon (Kinks)

Sweet about me (Gabriella Cilmi)

Sweet home Alabama (Lynyrd Skynyrd)

Sweet home Chicago (Blues Brothers)

Take me home, country roads (John Denver)

Teach the children (Crosby, Stills & Nash)

Tell me (Rolling Stones)

Telstar (Tornados)

That'll be the day (Linda Ronstadt)

The letter (Box Tops) FLAC 1:13

Theme for young lovers (Shadows)

The Mighty Quinn (Manfred Mann)

The wanderer (Del Shannon)

These boots are made for walking (Nancy Sinatra)

The way to your heart (Soul Sister)

To love somebody (Bee Gees) FLAC 1:18

Tutti frutti (Little Richard) FLAC 1:14

Twist and shout (Beatles) FLAC 1:14

Valerie (Amy Winehouse)

Vom selben Stern (Ich & Ich) FLAC 1:06

Walking on the moon (Police)

Walk of life (Dire Straits) FLAC 1:20

Wann wird's mal wieder richtig Sommer (Rudi Carrell)

Wenn es dich noch gibt (Roger Whittaker)

Wenn ich mit meinem Dackel (Peter Alexander)

When you walk in the room (Agnetha Fältskog)

White rabbit (Jefferson Airplane)

Who'll stop the rain (CCR)

With a girl like you (Troggs)

Wild thing (Westernhagen)

Wir werden seh'n (2raumwohnung)

Wishing well (Free)

With a girl like you (Troggs)

You're so vain (Carly Simon)

Zuckerpuppe (Bill Ramsey)

Zwei Mädchen aus Germany (Paul Anka)

einsames Drumkit in Peitz 2008 (Handy-Schnappschuß: Thomas Meyer) einsames Drumkit in Schöneiche 2011 (Handy-Schnappschuß: Thomas Meyer)

Anfang 2013 gründeten Roland und ich mit Yvonne eine Adele-Coverband.